die acht R's als Grundlagen für Zero Waste

Die 8 R’s als Grundregeln für Zero Waste

Für Zero Waste braucht es wenige Grundregeln. Genaugenommen nur acht. Bindest du diese Grundregeln in dein Leben mit ein, ist ein Zero Waste Leben auf einmal ganz einfach. Ich stelle sie dir heute vor und gebe dir ein paar Tipps wie du starten kannst.

Warum acht?

In vielen Blogs und Büchern ist immer die Rede von fünf R’s, aber diese sind unterschiedlich benannt und mit Inhalt gefüllt. Jeder Blog bietet also nur eine Auswahl aller acht. Alle sind wichtig und alle begleiten mich in meinem Leben, weswegen ich keins auslassen möchte.

Die letzten beiden sind speziell an die Gärtner und Selbstversorger unter euch gerichtet. Gehörst du nicht dazu, kannst du die letzten beiden ignorieren.

Rethink | Überdenke

Ändere deine Einstellung.

Der Gedanke an Zero Waste hat mich anfangs erschlagen. Wir produzieren automatisch täglich so viel Müll, wie soll ich schaffen das wegzulassen?! Und genau dieser Gedanke ist der Fehler. Gehe nicht davon aus, dass du sofort bei null Müll bist und sein musst. Du musst auch nicht sofort dir alles Wissen aneignen über Inhaltsstoffe und ihre Auswirkungen oder über Ressoucenverschwendung unserer Welt. Der Weg ist das Ziel und jeder Schritt zählt. Für dich und für unsere Umwelt. Und wenn dir das bewusst ist, ist es auf einmal ganz leicht zu handeln.

Warum wir manchmal nach alten Mustern handeln und wie wir uns selbst überlisten können, darüber habe ich einen Artikel geschrieben. Möchtest du dir beim ersten und wichtigsten Schritt zu Zero Waste helfen lassen, solltest du den Artikel zu Rethink |Überdenke lesen.

Und Übrigens: Herzlichen Glückwunsch! Den ersten Schritt hast du bereits getan. Du überdenkst, sonst würdest du nicht gerade diesen Artikel lesen. Willst du dich weiter informieren, kannst du meinen kostenlosen Newsletter abonnieren oder folge mir auf Instagram, like mich auf Facebook oder pinne meine Pins auf Pinterest.

die acht R's als Grundlagen für Zero WasteRefuse | Lehne ab

Ablehnen was unnötig ist.

Ablehnen und damit Müll vermeiden, ist einfacher als du denkst. Im Supermarkt, beim Wochenmarkt oder bei anderen Einkäufen, greifst du wahrscheinlich automatisch zu den Produkten die du „immer“ kaufst. Rein aus Gewohnheit. Dabei gibt es viele ähnliche Produkte. Wähle das Produkt mit dem geringsten Verpackungsmüll. Es muss nicht die Gurke in Plastikverpackung und die geschnittene Melone in der offenen Kühltruhe sein. Nimm zum Bäcker oder in den Supermarkt dein eigenen Brotsäckchen oder deinen Stoffbeutel mit.

Also: Greif nicht zur Gewohnheit, schau zweimal und entscheide dann.

Reduce | Reduziere

Reduziere deinen Konsum und minimiere deine Verschwendung.

Fokussiere dich auf Qualität statt Quantität. Kaufe nichts nur weil es im Angebot ist und du es „vielleicht mal“ brauchen könntest.

Aus reiner Gewohnheit kaufen wir die Anzahl Käsepackungen pro Woche die wir denken zu brauchen. Und dann? Werfen wir sie weg, weil sie über dem Haltbarkeitsdatum sind, der Kühlschrank voll ist und wir gerade keinen Appetit auf ihn haben. Das sollte so nicht sein. Daher einen einfachen Tipp für den Wocheneinkauf: Prüfe was du brauchst, mach dir einen Einkaufszettel und kaufe nur das.

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Reuse | Verwende wieder

Verlängere die Nutzungsdauer und meide Einwegprodukte.

Behalte das was du schon hast und ziehe wiederverwendbare Produkte den Wegwerfprodukten vor. Behalte die alten Einmachgläser und nutze sie weiter. Kaufe keine Einmalrasierer. Gerade im Bad gibt es viele Möglichkeiten auf Müll von Wegwerfprodukten zu verzichten.

Wenn du etwas ausmistest, gib es in Second Hand Läden oder verkaufe es auf diversen Online-Plattformen. Und: Überlege wozu es noch gut sein kann. Ziehe auch andere Nutzungsmöglichkeiten in Betracht. Hast du ein T-Shirt aus dem der Fleck nicht mehr raus geht? Macht nichts, nutze es als Putzlappen.

Repair | Repariere

Repariere kaputte Sachen.

Deine Hose hat ein Loch? Nähe sie. Der Fahrradschlauch, die Waschmaschine. Fast alles ist mittlerweile auf Verschleiß produziert. Die Produzenten rechnen damit, dass es nicht repariert, sondern ersetzt wird. Die Ressourcenverschwendung dadurch ist immens. Dabei ist fast alles ist reparierbar. Sei nicht zu faul deine Zeit für die Reparatur zu investieren. Auch gibt es dir ein gutes Gefühl, wenn du es selbst wieder zum Laufen gebracht hast.

Recycle | Recycle

Recycle was du nicht vermeiden, wiederverwenden und reparieren kannst.

Beachtest du alle vorhergehenden Grundregeln, hast du deinen Müll bereits immens verringert. Den Müll der jetzt noch anfällt, muss allerdings ordnungsgemäß entsorgt und recycelt werden. Nutze daher alle dir in deiner Region zu Verfügung stehenden Möglichkeiten der Müllentsorgung und trenne die verschiedenen Materialien gewissenhaft. Dazu gehört bspw. den Aludeckel vom Joghurtbecher zu trennen. Damit erhöhst du die Recyclingfähigkeit. Bringe Wertstoffe zu entsprechenden Sammelstellen.

Versuche beim Kauf bereits auf nachwachsende Rohstoffe zu setzen. Selbst wenn du es nicht ewig weiter verwenden kannst, schonst du damit die Ressourcen.

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Replant | pflanze

Nutze die Samen deiner Ernte für pflanze neue Pflanzen.

Du gärtnerst auf Balkon und/oder Garten und ziehst jedes Jahr Pflanzen? Dann nutze die Samen deiner Lieblingspflanzen und nutze sie für nächstes Jahr. So schonst du Ressourcen, brauchst keinen Samentüten kaufen und gewinnst noch ein viel besseres Gefühl beim Pflanzen.

Rot | Kompostiere

Kompostiere den Rest.

Alles was nun noch über bleibt, kann kompostiert werden. Lege dir einen Komposthaufen im Garten an und nutze ihn. Er bringt dir tolle neue Erde voller Nährstoffe. Wenn du keinen eigenen Garten hast, kannst du vielleicht mit der Hausgemeinschaft einen Komposthaufen im Innenhof anlegen. Mach einfach den Vorschlag beim Vermieter. Vielleicht hat er nichts dagegen. Die gewonnene Erde könnten dann alle für ihre Blumentöpfe nutzen. Geht dies alles nicht, gibt es in vielen Gemeinden eine kostenlose Bio-Tonne. Nutze die.

 

Wollt ihr mehr zu den acht R’s erfahren? Braucht ihr mehr Anregungen? Dann verfolgt diesen Blog über Newsletter, Instagram, Facebook oder Pinterest. Es werden in den kommenden Wochen weitere Artikel erscheinen, die jeden einzelnen Schritt näher beleuchten und euch einfache Tipps und Tricks geben.

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