• Der Wochenplaner mit 52 Challenges

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  • Laub – Wie du es sinnvoll nutzen kannst

    Der Herbst kommt und färbt die Blätter unserer Bäume in verschiedene tolle Farben. Spaziergänge im raschelnden Herbstlaub sind eine meiner Lieblingsbeschäftigungen im Herbst. Auch unsere Gartenbäume werfen dann ihre Blätter ab und bereiten damit unseren Garten auf den Winter vor. Welchen wichtigen Nutzen Laub für unsere Natur hat und wie du überschüssiges Laub sinnvoll nutzen kannst, darüber soll es im heutigen Blogbeitrag gehen.

    Laub im Garten verwendenLaub – Mehr Nutzen als du denkst

    Laub scheint für viele ein lästiges Abfallprodukt im Garten zu sein. Dabei hat Laub eine Menge nützliche Eigenschaften, die wir oft übersehen. Die Blätter unserer Bäume binden über das ganze Jahr CO2, geben Schatten und reinigen unsere Luft. Zur kalten Jahreszeit entledigt sich der Baum seiner Blätter und fährt so in den Wintermodus. Er deckt damit die Erde über seinen Wurzeln ab – ein natürlicher Frostschutz. Gleichzeitig bietet das Laub vielen Kleinstlebewesen und Insekten einen wichtigen Winterunterschlupf. Im Frühjahr zersetzen diese Insekten das Laub und es entsteht nahrhafter Humus. Dieser Humus ist für den Baum der beste Start in ein neues Jahr.

    Dieser ganz natürlichen Kreislauf wird in unserer heutigen Welt leider viel zu oft durchbrochen. Grünflächen in Gemeinden werden vom Laub befreit, Vorgärten werden „aufgeräumt“. Umso mehr mag ich es in naturbelassenen Wäldern oder an Streuobstwiesen entlang zu gehen, bei der die Natur noch Natur sein darf.

    Laub ist Naturschutz im Garten

    In unserem Garten wollen und können wir das Laub nicht ganz so naturbelassen liegen lassen. Gerade auf Wegen solltest du das Laub zur Seite räumen. An nassen Herbsttagen werden die Blätter sonst zu einer Rutschgefahr. Wenn du Wert auf einen gepflegten Rasen legst, solltest du das Herbstlaub auch dort entfernen, anderenfalls hast du im kommenden Jahr braune Flecken im Rasen.

    Laub und seine VerwendungsmöglichkeitenAber jeder von uns hat sicher eine Ecke in seinem Garten, wo du eine Laubecke schaffen kannst. Unter einem Laubhaufen können Igel und viele Insekten, Asseln, Würmer, warm und sicher überwintern. Diese Ecke im Garten lasse ich immer ganz bewusst so natürlich wie möglich. Wenn du die Möglichkeit hast, solltest du diese Ecke auch im Frühjahr natürlich lassen. Mit etwas Glück kannst du dann den Zaunkönig oder das Rotkehlchen beim Brüten beobachten.

    Finger weg von Laubbläser und Laubhäcksler

    Seit vielen Jahren beobachte ich, wie immer mehr technische Geräte, selbst um Laub aufzusammeln, in unsere Haushalte einziehen. Wusstest du, dass dank dieser Geräte die Insekten, die sich im Laub eingenistet hatten, aufgesaugt und zerstückelt werden? Bei dem Sog von Laubsauggeräten werden Luftgeschwindigkeiten bis zu 160 km/h erzeugt. Diesem können sich unsere heimischen Insekten wie Asseln, Käfer, Würmer oder auch Spinnen nicht entziehen. Manche Geräte haben noch eine Häckselfunktion inklusive. Wie es diesen Insekten dann ergeht, brauche ich sicher nicht näher ausführen.

    Ich nutze eine altbewährte Harke statt technische Geräte. Empfehlen kann ich diese Harke von Gardena. Sie ist schön leicht, leise und die Breite der Zinken lässt sich verstellen.

    Wie du Laub auch nutzen kannst

    Zusätzlich zum heimischen Naturschutz, lässt sich Laub ganz toll für die unterschiedlichsten Themen nutzen.

    Laub im KompostKompost

    Jeder der einen Garten hat, hat sicher auch einen Kompost. Dies ist ein guter Ort für dein Laub. Mische etwas Rasenschnitt mit unter, so zersetzt sich das Laub schneller und du kannst früher auf frischen Humus zurückgreifen.

    Leicht zu kompostierende Laubsorten sind das Laub von Obstbäumen, Haselnuss, Erle, Weide, Linde, Ahorn und der Esche. Länger dagegen brauchen die Blätter von der Pappel, Kastanie, Platane oder der Walnuss. Laub von Birke, Buche und Eiche hat einen sehr hohen Gerbstoffgehalt. Diese Laubsorten solltest du daher nur auf deinen Kompost legen, wenn du dies mit anderen Laubsorten wieder ausgleichen kannst.

    Wenn du keinen oder einen zu kleinen Kompost hast, kannst du einfach einen Korb aus Hasendraht aufstellen, mit etwas Bindedraht verbinden, und dein Laub einfüllen. Dies sackt schnell nach und kann dann nachgefüllt werden. Der Vorteil bei diesen Drahtkörben ist, dass diese im Frühjahr schnell wieder abzubauen sind.

    Herbstdeko

    Hol dir den Herbst nach Hause in dem du von deinem nächsten Herbstspaziergang toll gefärbten Blätter mit nach Hause nimmst. Lege sie zum Trocknen in ein altes dickes Buch und lass sie ein paar Tage durchtrocknen. Du kannst sie zu einer Girlande auf einen Faden fädeln oder streust sie als Tischdeko mit ein paar Tannenzapfen und ein paar Eicheln über den Tisch oder in eine Schale.

    Als Winterschutz im Garten

    Nutzpflanzen, die ursprünglich aus dem Wald stammen, freuen sich über einen Winterschutz aus Laub. Decke hierfür deine Himbeeren, Erdbeeren, oder auch Rhododendren, einfach mit einer Schicht Laub ab. Bei besonders frostempfindliche Pflanzen kannst du einfach den oben beschriebenen Drahtkorb über deine Pflanze stülpen.

    Neues Beet anlegen

    Möchtest du im Frühjahr ein neues Beet im Garten, möchtest auf das Umgraben aber verzichten? Dann lege über den Winter einfach eine dicke Schicht Laub auf dein zukünftiges Beet und der Rasen darunter wird über den Winter absterben. Was du bei der Anlage von neuen Beeten noch beachten solltest, kannst du hier nachlesen.

    Laub - TeeLesezeichen

    Wenn du deine Herbstdeko trocknest, kannst du dir das schönste der bunten Blätter auswählen und als Lesezeichen für dein nächstes Buch verwenden.

    Laubtee

    Tee aus Blättern schmeckt besonders intensiv, wenn du junge Blätter im Frühjahr mit heißem Wasser aufgießt. Aber auch im Herbst kannst du dir einen Laubtee zubereiten. Hierfür solltest du kein Laub vom Boden sammeln, nimm besser ein paar Blätter, welche noch am Baum hängen und spüle sie vor Verwendung gut ab. Ich habe die Erfahrung gemacht, dass Laubtee meist ähnlich wie die Baumfrüchte schmecken. Lass dich vom Geschmack einfach mal überraschen. Nimm pro Tasse ein Blatt und gieße es mit heißem Wasser auf. Ich lasse ihn meist 15 Minuten ziehen.

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